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Auszug aus der Velberter Straßenverordnung


In erster Linie finden die Bestimmungen des Landeshundegesetzes NRW Anwendung. Darüber hinaus gelten die allgemeinen Regelungen für Hundehalter:

Hunde sind so zu führen und zu beaufsichtigen, dass von ihnen keine Gefahr für Leben oder Gesundheit von Menschen oder Tieren ausgeht (§2 Abs.1 Landeshundegesetz NRW).

Gemäß § 2 Absatz 2 des Landeshundegesetzes NRW sind Hunde an einer zur Vermeidung von Gefahren geeigneten Leine* zu führen in:

  • Fußgängerzonen, Haupteinkaufsbereichen und anderen innerörtlichen Bereichen, Straßen und Plätzen mit vergleichbarem Publikumsverkehr.
  • Der Allgemeinheit zugänglichen, umfriedeten Park-, Garten- und Grünanlagen einschließlich Kinderspielplätzen (in Velbert gilt aufgrund einer ortsrechtlichen Bestimmung ein generelles Verbot, Hunde auf Kinderspielplätzen und Bolzplätzen mitzuführen) mit Ausnahme besonders ausgewiesener Hundeauslaufbereiche.
  • öffentlichen Versammlungen, Aufzügen, Volksfesten und sonstigen Veranstaltungen mit Menschenansammlungen.
  • öffentlichen Gebäuden, Schulen und Kindergärten. Schulhöfe werden nach Schulschluß generell als Kinderspielplätze freigegeben.

*Zur Führung eignet sich eine Leine, die durch Beschaffenheit und Länge sicherstellt, dass der Hund weder Menschen noch Tiere oder andere Sachen gefährden kann.

Halter bzw. Aufsichtspersonen müssen den Hund jederzeit sicher führen und kontrollieren können. Tiere sind so zu halten, dass niemand durch die hiervon ausgehenden Immissionen, insbesondere durch den von den Tieren erzeugten Lärm, mehr als nur geringfügig belästigt wird. Es ist verboten, Hunde außerhalb geschlossener Räume frei laufen zu lassen oder mit sich zu führen, wenn sie nicht Halsband, Gurt oder ein sonstiges Hundegeschirr tragen, auf dem Name und Anschrift des Besitzers oder eine Steuermarke befestigt sind. Dies gilt nicht für umfriedete Grundstücke und für Jagdhunde bei jagdlicher Verwendung. Wer auf Verkehrsflächen oder Anlagen Tiere - insbesondere Hunde - mit sich führt, hat die durch diese verursachten Verunreinigungen unverzüglich und schadlos zu beseitigen.

Im Wald dürfen Hunde außerhalb von Wegen nur angeleint mitgeführt werden. Es ist verboten, wild lebende Tiere mutwillig zu beunruhigen oder ohne vernünftigen Grund zu fangen, zu verletzen oder zu töten. Es ist ebenfalls verboten, ohne vernünftigen Grund Lebensstätten wild lebender Tier- und Pflanzenarten zu beeinträchtigen oder zu zerstören.
Es ist verboten, Wild, insbesondere soweit es in seinem Bestand gefährdet oder bedroht ist, unbefugt an seinen Zufluchts-, Nist-, Brut- oder Wohnstätten durch Aufsuchen, Fotografieren, Filmen oder ähnliche Handlungen zu stören. In tollwutgefährdeten Bezirken dürfen Hunde oder Katzen nicht frei laufen gelassen werden. Hiervon ausgenommen sind Hunde, die nachweislich unter wirksamem Impfschutz stehen und die von einer Person begleitet werden, der sie zuverlässig gehorchen sowie Katzen, die nachweislich unter Impfschutz stehen.

Verstöße gegen eines der oben genannten Verbote können als Ordnungswidrigkeit mit einer Geldstrafe bis zu 100.000 € geahndet werden.

Betreffend den Abschnitt Wald noch eine Anmerkung von mir:

Hunde in der freien Landschaft: Wer glaubt, dass man seinen Hund in der freien Natur einfach laufen lassen darf, den will ich hier mal eines besseren belehren und auch davor warnen! So dürfen wildernde Hunde, wenn sie ausserhalb des Einwirkungsbereiches des Hundebesitzers / -führers sind, vom Revierinhaber / zuständigen Jäger geschossen werden (Art. 34 Nr.2 Landesjagdgesetz). Dabei spielt es keine Rolle, was für ein Hund es ist! Das hört sich erst einmal fürchterlich an, auch wenn es quasi keinen Jäger gibt, der jeden erstbesten Hund sofort erschiesst. (Jäger sind oftmals auch Hundebesitzer.) Als Hundehalter sollte man sich aber darüber im klaren sein, dass mein Hund, wenn er mir mal abhaut und stöbert = wildert, geschossen werden darf. Sollte man von einem Jäger bereits ermahnt worden sein, kann dieser eine Klage auf Unterlassung (=Hund nur noch an der Leine) und auf Schadenersatz einreichen. Dabei muss der Hund nicht direkt wildern oder Tiere fangen. Das Herumstöbern reicht dabei schon aus (§12 Abs. 2 FFOG). Was den "Einwirkungsbereich" angeht, so kann man z.B. wegen Wilderei angeklagt werden, wenn der eigene Hund wildert und man selber hindert ihn nicht daran. Wenn er auf mein Zurufen nicht reagiert, ist er auf der anderen Seite "außerhalb meines Einwirkungsbereiches" und darf deshalb geschossen werden.

Leinenzwang: Innerhalb der Brut- und Setzzeit ist in der freien Natur immer Leinenzwang für Hunde. Dieses ist vom Gesetzgeber für den Zeitraum vom 1.4.-15.7. zum Schutz der wild lebenden Tiere festgelegt worden! (§1 Abs. 5 FFOG (Feld- & Forstordnungsgesetz) Wer dagegen verstößt, erfüllt den Tatbestand einer Ordnungswidrigkeit!


 

 
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